Napoli wir kommen!

Lange 700 Kilometer liegen vor uns nach Napoli. Aber zum Glück ist so gut wie alles Autobahn. Und wir müssen uns auch nicht oft durch die Maut-Kontrollpunkte durchkämpfen und können nach 1 Station entspannt durchfahren. Die Baustellen halten sich in Grenzen und wir geraten auch nicht in einen Stau, was wollen wir mehr.

Nach gut 7 Stunden haben wir mit unserer kaputten Scheibe Neapel erreicht. Jetzt sind wir richtig in Italien angekommen. Die Motorräder überholen wieder links und rechts und an der 1. Kreuzung, an der wir halten, will uns gleich einer für das Scheiben putzen abkassieren.

Die Straße zu unserer Unterkunft, die Via Chiatamone, haben wir mit ein paar Versuchen gut erreicht – aber wo ist das Haus? Unsere Unterkunft heißt Viromar, nur steht das nirgends. Der Security ist schon etwas älter und spricht kein Englisch. Also suche ich jemanden, der Englisch spricht. Eine Frau in der Nähe hilft weiter. Sie spricht mit dem Security, der ruft daraufhin die Besitzerin der Wohnung an, die auf meiner Buchung steht. Leider spricht auch sie kein Englisch. Ich verstehe aber, dass die Schlüsselübergabe erst in 2 Stunden stattfindet. So stellen wir unser Auto im Innenhof ab und erkunden die Umgebung.

Die Lage ist genial – nur ein paar Meter weiter, dann eine kleine Treppe runter und schon sind wir im prallen Leben an der Uferpromenade mit Restaurants und Bars.

Es ist soweit – Zeit für die Schlüsselübergabe. Hinter einem riesigen Tor liegt irgendwo in dem alten Gebäude unsere Wohnung für die nächsten Tage. Und hinter einem anderen großen Tor im Innenhof wird unser Auto für die nächsten vier Tage eingesperrt – das brauchen wir hier in Napoli nicht.

Es sieht schon etwas gruselig aus hier. Vor allem der Aufzug, der uns in den obersten Stock befördern soll, sieht nicht sehr vertrauenswürdig aus. Und mit unserem Gepäck passen wir auch nicht alle hinein.

Mein Sohn und ich haben uns entschlossen zu laufen. Es ist dunkel in diesem riesigen Treppenhaus. Die Wände sind schon ziemlich ramponiert, man könnte sich vorstellen, dass hier früher mal Bilder hingen von den Personen, die hier lebten. Es sieht aus als wäre dieses Haus mal ein schönes Anwesen einer wohlhabenden Familie gewesen.

Obwohl es fünf Stockwerke sind kommt uns niemand in diesem riesigen Haus entgegen. Wir hören nicht mal eine Stimme oder ein anderes Geräusch, das an andere Anwesende erinnern könnte.

Endlich oben angekommen erwartet uns ein imposanter Blick vom Ausgang des Aufzugs hinunter in den Innenhof.

Als wir heute Nacht von unserer Tour zurückgekommen sind, erscheint uns das Haus als Geisterhaus, seitdem nennen wir unsere Unterkunft „unser Geisterhaus“ in Napoli.

Als wir nun endlich nach vielen Stufen und ein bischen mit einem mulmigen Gefühl in unserer Wohnung angekommen sind und die beiden schweren Holztüren aufgeschlossen haben, kommt die Überraschung.

Ein heller, hoher Flur erwartet uns. Im Eingangsbereich stehen mehrere Gitarren.
Es gibt 2 Schlafzimmer, so ist die Laune von unserem Sohn schon etwas besser geworden.

Die Küche ist eigentlich gut ausgestattet, aber leider funktioniert die Hälfte nicht – das macht uns aber nichts aus, da wir sowieso die ganze Zeit unterwegs sein werden. Wichtig ist, dass die Waschmaschine funktioniert.

Und leider finden wir im Kühlschrank noch Reste unserer Vormieter vor.
Das Bad (mit Badewanne) ist in Ordnung und sämtliche Klimaanlagen funktionieren gut, wofür wir bei den aktuellen 35° dankbar sind.

Das Wohnzimmer ist hell und groß und mit einem tollen Fernseher ausgestattet (leider gibt es nur italienische Sender).
In dem Zimmer stehen Regale mit vielen Büchern, sogar Tagebücher, und CDs – als würde hier noch jemand wohnen. Es bestätigt sich immer mehr, dass unsere Vermieterin eine Künstlerin ist, überall stehen Musikinstrumente herum und auch die Bilder an der Wand scheinen von ihr zu sein.

Die Tür zum Balkon lässt sich leider nicht gut öffnen und schließen, aber um den Balkon zu nutzen, muss man eh schwindelfrei sein.
Der Blick aufs Meer, wie es die Werbung vermuten ließ, hält sich leider in Grenzen und hat unsere Erwartung leider nicht erfüllt.

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Dein Reisefreund Jacko!


Tags

Italien, Italienreise, Meer, Napoli, Neapel, Urlaub


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